2018 – Unterkünfte für ISMAM in Mexiko

„Unsere ProduzentInnen kommen nach Huixtla, um ihren Kaffee zu übergeben und finden keine Möglichkeit sich bei uns nach der langen Reise auszuruhen oder zu übernachten. So bleibt ihnen nur das Lager, wo sie notdürftig auf Jutesäcken oder einfachen Matten am Boden schlafen. Angestellten, Vorstandsmitgliedern und den 52 Delegierten, die sich alle zwei Monate in der Zentrale treffen, bleiben ebenfalls nur die Büros oder das Lager als Übernachtungsmöglichkeit. Diese Situation ist alles andere als angebracht. Aus diesem Grund suchen wir bei diversen Institutionen, unseren PartnerInnen und WegbegleiterInnen um Unterstützung an. Wir wollen diese widrigen Umstände, die uns und unsere Mitglieder seit vielen Jahren begleiten, endlich überwinden.“

So beschreibt Elisabeth Hervaz, Projektbeauftragte von ISMAM, die aktuelle Situation und den Hintergrund für das geplante Projekt einer Unterkunft mit 10 Schlafräumen für Mitglieder, Delegierte und Angestellte von ISMAM in Mexiko.

ISMAM war eine der ersten Partnerorganisationen für den Kaffee Orgánico. Seit 1995 bezieht die EZA die hochwertigen Arabicabohnen von der indigenen Kleinbauerngenossenschaft. Über 600 Familien aus 20 Gemeinden im südlichen Chiapas bauen und ernten die Bohnen für unseren Orgánico. Sie leben oft weit von der Zentrale in Huixtla entfernt. Dort treffen sich die Mitglieder regelmäßig zum Austausch, für Sitzungen oder Erledigungen in der Zentrale. Einige Mitglieder übernehmen Funktionen innerhalb der Kooperative oder arbeiten in der Zentrale. Doch es gibt keine geeignete Unterbringung für sie! In der Regel verbringen sie die Nächte auf einfachen Matten im Lager der Kooperative…

Jetzt möchte ISMAM sich und seinen Mitgliedern eine Unterkunft mit Schlafräumen errichten. Damit will ISMAM das Serviceangebot für seine Mitglieder verbessern. Die Teilnahme an Schulungen und Sitzungen wird so erleichtert, die Bindung an die Kooperative gestärkt.

2018 konnte der WELTLEDEN St. Pölten- neben der Unterstützung für APC in Namibia (€ 1.500) – aus den Erträgen und durch verschiedene Aktionen dieses Projekt mit € 2.120 unterstützen.

2018 – Arts-Performance-Centres-Namibia

Schon seit vielen Jahren lebt und arbeitet die aus der Schweiz stammende Lis Hidber in Namibia. Im Jahre 1993 hatte sie im Auftrag des damaligen Missionsstationsleiter Hans Leu begonnen, auf dem Gelände von Oshikuku eine Musikschule zu bauen. Als Land zur Verfügung gestellt wurde die Abfallgrube der bestehenden Missionsschule. Anstelle von teuren Ziegelsteinen standen als Baumaterialien lediglich leere Bierflaschen und Zement zur Verfügung. So sammelten Kinder und Jugendliche in der Halbwüste von Nambia die Flaschen ein. Diese wurden danach mit dem Zement vermauert. Ein Vorteil dieses billigen Baumaterials lag in der sehr guten Isolation des Glases gegen Hitze und Kälte.

Im Laufe der Jahre ist etwas grossartiges gewachsen, bis heute besuchen weit über 100 junge Menschen aus vorwiegend armen und ärmsten Kreisen diese Bildungsstätte. Sie lernen einerseits das Spielen diverser Musikinstrumente, andererseits aber auch die elementarsten Dinge für das tägliche Leben, damit sie eine Existenzgrundlage für die Zukunft haben.

Das APC gilt in Namibia als mustergültiges Entwicklungsprojekt, welches mittlerweile von der Regierung offiziell anerkannt und unterstützt wird.

Über Vermittlung einer St. Pöltner Lehrerin, die selbst im APC in Namibia unterrichtet hat, haben wir die Arbeit von APC-Namibia 2018 aus den Erträgen und durch verschiedene Aktionen mit € 1.500 unterstützt –  neben der Unterstützung für ISMAM in Mexiko (€ 2.120).

2017 – Kilus: Hilfe nach einem Feuer

Die Produktions- und Büroräume wurden durch ein Feuer zerstört

Ist die Situation für viele Menschen in den Ländern des Südens ohnehin schon schwierig, kommt manchmal auch noch besondere Umstände dazu. So war es auch bei KILUS auf den Philippinen.

KILUS ist seit 1998 eine eingetragene Genossenschaft. Sie besteht fast ausschließlich aus Frauen. Ihre Anfänge hatte sie als selbstorganisierte Umwelt- und Recyclinginitiative. Wenig später entstand die Idee, die gesammelten Materialien weiterzuverarbeiten, um den Frauen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen. Die „Saftpacktasche“ wurde geboren. Die Taschen werden aus gebrauchten und gereinigten Saftpackungen genäht. Den Gründerinnen schlossen sich viele junge Frauen und alleinstehende Mütter an. Bei KILUS sind alle Beschäftigten auch Miteigentümerinnen.

Was ist passiert?

Im Jänner 2017 schlug das Schicksal zu. Aus ungeklärten Gründen brach in den Produktionsstätten und Büros von KILUS ein verheerendes Feuer aus. Die gesamte Ausstattung, alle Nähmaschinen, Computer, alle Vorräte und auch fertig produzierte Kundenbestellungen fielen den Flammen zum Opfer. Das ehemals wunderschöne und geräumige Gebäude wurde unbenutzbar – Totalschaden.

Der WELTLADEN St. Pölten beteiligte sich an einem Projekt zum Wiederaufbau bei KILUS und steuerte 3000,- Euro bei. Der Beitrag stammt aus erwirtschafteten Erträgen, aber auch von Flohmärkten und anderen Aktionen.

2014 – Dol Dol in Kenia und Preda auf den Philippinen

2014 unterstützten wir gemeinsam mit der „Eine-Welt-Gruppe“ der Pfarre Neulengbach deren Partnerpfarre Dol Dol in Kenia, etwa 200 km nördlich von Nairobi.

Die „Eine-Welt-Gruppe“ arbeitet schon länger mit Dol Dol zusammen. Aus den Kontakten wurde klar, dass einerseits eine Verbesserung der Hütten nötig ist und andererseits Esel angeschafft werden sollen, um die Arbeit zu erleichtern.

Der Verein Weltladen entschloss sich, gemeinsam mit der „Eine-Welt-Gruppe“ einen Beitrag zu diesen Anliegen zu leisten. Durch Beiträge aus nicht eingelösten StammkundInnengutscheinen und zusätzliche Mittel konnten € 1000,- bereit gestellt werden.

Zusätzlich wurde 2014 Preda auf den Philippinen mit € 504,- unterstützt. Dafür entschlossen wir uns die Erträge des 8. Dezember, an dem wir geöffnet hielten, für die Arbeit von Preda zu verwenden.

2015 – Unterstützung für die Erdbebenopfer in Nepal

Zerstörung nach dem Erdbeben

Am 25. April 2015 erschütterte ein schweres Erdbeben Nepal. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Katmandu. Diesem ersten, kräftigsten Beben folgten viele weitere Nachbeben. Nepal ist eines der traditionellen Partnerländer des Fairen Handels. So lag es nahe, dass unsere Lieferanten Projekte zur Unterstützung ihrer PartnerInnen initiierten, an denen der Weltladen sich mit jeweils 1000,- Euro beteiligte.

Akar: Akar organisierte die Hilfe in Nepal gemeinsam mit Nepra e. V. – Leprahilfe in Nepal.
Hier eine Auswahl an Soforthilfe-Maßnahmen, die umgesetzt wurden:

* Verteilung von rund 1.000 Hilfspakete (mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten)
* Verteilung und Aufbau von Notunterkünften (Zelten und Wellblech-Tunnelhäusern)
* Medizinische Erstversorgung und Finanzierung der Weiterbehandlung von Schwerstverletzten
* Fortzahlung von Löhnen und Gehältern in Zeiten der Werkstattschließung
* Erdbebensicherer Wiederaufbau der Werkstätten in Kapan und Wiederaufnahme des Arbeitsbetriebes
* Finanzielle Unterstützung weiterer Fair-Handels-Produzentengruppen.

Einfache Wellblechhütte – erste Wiederaufbaumaßnahmen

Darüberhinaus sind Wiederaufbaumaßnahmen an Schule, Krankenhaus, Werkstätten und Privathäuser an unserem Projektstandort in Dhankola und langfristige Infrastruktur- (Solare Stromversorgung und Wasserversorgung) und Katastrophenschutzmaßnahmen notwendig.

EZA-Fairer Handel: Der EZA-Partner ACP berichtete von zahlreichen zerstörten Häusern und Werkstätten. ACP beziffert die Kosten für den Wiederaufbau einer zentralen Webwerkstätte mit rund € 10.000,-. Vier solcher Werkstätten sollten vorerst errichtet werden, um den WeberInnen wieder einen sicheren Ort für ihre Arbeit zu bieten. Die Arbeit ist auch Basis für den Wiederaufbau der privaten Häuser. Denn viele Familien mussten für sich erst wieder neuen und vor allem sicheren Wohnraum schaffen, ihre Heimwerkstätten in Stand setzen. Auch dabei unterstützte sie ACP.

fairytale fair fashion: Die Partnerschneiderei in Kathmandu wurde nicht zerstört. Dennoch wurde über Herrn Hari Gautam, den Chef der Schneiderei, Hilfe organisiert. Für die Zeit, in der MitarbeiterInnen nicht arbeiten konnten, weil sie damit beschäftigt waren, die Schäden zu beseitigen, gab es Überbrückungszahlungen. Ebenso gab es Unterstützung für Sonderausgaben wie Arztkosten, Zelte und Baumaterialien.

Danke!

Danke

Stellvertretend für alle sei aus einem Dankschreiben von Meera Bhattarai von ACP zitiert: „Im Namen von ACP, der Vereinigung der HandwerksproduzentInnen, möchte ich unseren herzlichsten Dank für die großzügige Spende für das Wiederaufbauprogramm für unsere HandwerkerInnen und MitarbeiterInnen aussprechen, die durch die Erdbeben vom 25. April und 12. Mai betroffen wurden. Mit Demut nehmen wir euer Mitgefühl und die großzügige Unterstützung aller Mitglieder der EZA und der Weltläden in dieser Zeit des großen Verlusts und der Verzweiflung entgegen. Vielen Dank für euer Verständnis für die kritische Situation und die Bedürfnisse unserer HandwerkerInnen. Wir bewundern zutiefst die Mühe und harte Arbeit, mit der ihr gemeinsam diese Spenden für uns aufgebracht habt.“

Diesen Dank geben wir gerne weiter!

2016 – Licht für Kwanta

Abhilfe für oftmalige Stromabschaltungen

Das Stromnetz in Ghana ist sehr unzuverlässig. Nachdem sie vorher ein halbes Jahr dort gelebt hat, hatte die Obfrau des Vereins „Friends of Kwanta„, Gudrun Bruckner, den Wunsch, einen Beitrag zur Sicherstellung der dauernden Stromversorgung in Awudome Kwanta, einem Dorf im Südosten Ghanas mit etwa 500 EinwohnerInnen, zu leisten.

Für die Bewohner des Dorfes war eine dauerhafte Stromversorgung gerade in der Awudome Kwanta Library enorm wichtig, um den einzigen öffentlich zugänglichen Computer nutzen und den Unterricht uneingeschränkt und bei Licht halten zu können. Nach langen Vorbereitungen war es im Februar 2017 soweit: Frau Bruckner machte sich mit einer Gruppe von StudentInnen auf nach Ghana, um die Anlage vor Ort zu bauen.

Weitergabe von Wissen

Es war dem Projektteam sehr wichtig, den Bewohnern Awudome Kwantas nicht nur den Zugang zur Solartechnik zu ermöglichen, sondern ihnen auch das nötige Wissen zu vermitteln, die Anlage instand zu halten und möglicherweise auch in Zukunft eine weitere selbst aufbauen zu können. Zudem soll das Bewusstsein der Bevölkerung für erneuerbare Energien gestärkt werden.

Deshalb wurde in der Gemeinde ein Photovoltaik-Team ausgewählt und ausgebildet, das von Anfang an in den Aufbau mit einbezogen wurde. Dieses Team betreut die Anlage auch vor Ort und sorgt für einen reibungslosen Betrieb.

Beitrag des WELTLADENS

Der Weltladen St. Pölten hat dieses Projekt mit € 2000,- unterstützt. Dazu führten wir verschiedene Aktionen durch wie etwa einen Flohmarkt.

Fairlassmich-Tage – verlängert bis 6.2.

Bis zum 30. Jänner gibt es tolle Rabatte! – Verlängert bis 6.2.

Manches hat uns schon fairlassen. Andere schöne Stücke warten noch – vielleicht genau auf Sie!

Jetzt besondere Stücke zu einem Besonderen Preis.

… und dann warten schon die Frühlings- und Ostersachen auf ihren Auftritt!